Freimaurer in der Welt nach der Reformation

Die Welt nach der Reformation

Die protestantische Spaltung im 16. Jahrhundert förderte die katholische Restauration, die in erster Linie das Werk des noch jungen Jesuitenordens war (Ignatius von Loyola 1491-1556). Zahlreiche Gebiete in Europa wurden bis 1629 (Dreißigjähriger Krieg 1618-48) rekatholisiert. Der "Westfälischen Frieden" (1648) bestätigte den Augsburger Friedensvertrag von 1555, der nur den Reichsstädten religiöse Toleranz zubilligte und dem Adel und den Städten in geistlichen Territorien Glaubensfreiheit garantierte. Die Untertanen mussten dem Bekenntnis des Landesherrn folgen. Das war der Beginn der Epoche des säkularisierten Staates mit religiöser Toleranz.
Bei allen positiven Errungenschaften - hat doch die Reformation der seit Jahrhunderten wütenden Inquisition den Rücken gebrochen - haben verstärkter Rationalismus und Materialismus die Menschen weiter entfernt von dem Wissen, freie, spirituelle Wesen zu sein.
Die Reformation legte den Grundstock für zahlreiche Kriege und gewaltsame Revolutionen. Mit dem allmählichen Niedergang der Monarchie und dem Erstarken des Parlamentarismus entstand ein neues Bank- und Geldsystem.
Die menschliche Gesellschaft erfuhr mit der Rosenkreuzer-Broschüre von 1614, "Fama Fraternitis" - an die Häupter / Stände und Gelehrten in Europa, eine weitere folgenschwere Veränderung für die folgenden Jahrhunderte. Das Netzwerk der Bruderschaft versorgt die Welt seitdem mit inspirierten Führern, die gewalttätige revolutionäre Bewegungen in alle Teile der Welt tragen, mit dem Bestreben, eine massive Umwandlung der menschlichen Gesellschaft herbeizuführen. Die Bruderschaft hatte Erfolg, und wir leben heute in der Welt, die sie erschaffen hat.

  • 80-jähriger Krieg: 1569 - zwischen Spanien und Niederlande. In dieser Zeit entstand der Calvinismus. Radikale Calvinisten migrierten von Frankreich in die Niederlande und gründeten eine aktive Niederlassung. Es kam zu Spannungen zwischen dem katholischen Spanien und der calvinistischen Minderheit. Die Calvinisten wollen neben religiöser Freiheit auch die Unabhängigkeit von Spanien. In dieser Zeit entstand die Bank von Amsterdam (1609) - Geld wurde nun akkumuliert, wie heute im modernen Banksystem. Der Erfolg dieses Bankhauses ließ weitere Bankhäuser entstehen. Die bedeutendste Bank wurde die 1694 gegründete Bank of England, die das niederländische System verfeinerte und das System der heutigen Zentralbanken entwickelte ("Mother of Central Banks"). 25 Jahre später, 1716, wurde von John Law de Lauriston (Contrôleur général des finances ab 1720, als Direktor der Mississippi-Kompanie "Herrscher" über ein Drittel des amerikanischen Kontinents, später Geheimagent für England) die erste Zentralbank in Frankreich gegründet (Banque Générale , 1718 verstaatlicht als Banque Royale, ab 1800 Banque de France).
    In England war der Calvinismus die Basis für die puritanische Bewegung. Die "Glorious Revolution" von 1688 brachte nicht nur die Bank of England, sondern auch das noch heute existierende Königshaus der Windsors (Haus Hannover, Haus Orange) hervor. Unterstützung für das Haus Hannover kam vom Haus Hessen. Ein neuer Typ von Freimaurer entstand: (1) Grand Lodge (1717; pro-Hannnover), (2) Tempelritter-Freimaurer (pro-Stuarts, gegen Hannover). Oppositionelle Gruppen werden unterstützt und gleichzeitig gegeneinander ausgespielt (vgl. Niccolo Machiavelli "Der Fürst").

  • Unter O. Cromwell erstarkte der Puritanismus - verbunden mit einer starken Konzeption vom Armageddon und einer letzten Schlacht. Der Papst wurde als Antichrist und Katholizismus als Satans-Werkzeug bezeichnet. Krieg wird als Mittel zur spirituellen Befreiung glorifiziert. Die Puritaner verherrlichen den Krieg. Die Kriege in Europa werden blutiger. Calvinismus und Puritanismus sind mit ihrem materialistischen Konzept der Boden für den späteren dialektischen Materialismus der Marxistischen Philosophie (auch im Kommunismus gibt es die Endzeit mit folgender Heilszeit - hier nur sind Materialismus und Rationalismus zum Extrem entwickelt, ein jenseits der materiellen Welt existierender Gott oder das Wissen über die spirituelle Wesenheit der Menschen werden verworfen).

  • USA - Unabhängigkeitskrieg. 1694 - eine Gruppe führender Rosenkreuzer aus Europa gründeten eine Kolonie: Pennsylvania. Freimaurer folgten 1730 - Daniel Coxe jr. war Großmeister von New York, New Jersey und Pennsylvania. Er war berechtigt, weitere Logen zu gründen. Die Logen wurden unter der Charta der Grand Lodge of London gegründet, die loyal zum britischen Königshaus stand. Kriege in den neuen Kolonien gab es zwischen England und Frankreich, was dazu führte, dass sich beide Staaten verschuldeten. Kredit-Geld (Howard Katz "The Paper Aristrocracy", 1976) machte weitere Kriege möglich, so den Französischen und den Indischen Krieg, welcher dann in Europa den Siebenjährigen Krieg entfachen ließ, der für England und Frankreich massive wirtschaftliche Schäden verursachte. Allein England kostete der Krieg 136 Millionen Pfund, das meiste des Gewinnes aus der Verleihung des Kredit-Geldes ("Geld aus dem Nichts") geht in den Besitz der Banker-Elite. Um die Schulden zu bezahlen, wurden die Steuern angehoben - eine erste Steuer in den amerikanischen Kolonien war die Zucker-Steuer, dann der sog. Stamp Act von 1766. Eine Unabhängigkeitsbewegung gründete sich ("Sons of Liberty"). Auf ihr Konto gingen Terroranschläge gegen britische Offizielle, Steuereintreiber und andere britische Autoritäten. Die "Teesteuer" ließ sich nicht halten (1773, "Tea Party" - unter maßgeblicher Beteiligung von Mitgliedern der St. Andrews Lodge). Es kam zu Handelssanktionen, worauf die Schlacht von Concord 1775 folgte. Ziel: neues System auf Basis freimaurerischer Philosophie - hierzu bekannten sich zahlreiche Prominente, wie George Washington, Benjamin Franklin, Alexander Hamilton, Richard Montgomery, Henry Knox, James Madison, Patrick Henry, Paul Rivere, John Hancock, James Clinton. Ein Siebtel der Continental Army (Kontinentalarmee - die vereinheitlichte Armee der Dreizehn Kolonien, die im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen das Königreich Großbritannien kämpften) waren Freimaurer (2018 von 14.000 Offiziere, 100 Generäle -- aus 218 Logen, alle Grade). Hinzu kamen aus Preußen Baron von Steuben und aus Frankreich Marquis de La Fayette. Obwohl der Grand Lodge of London untergeordnet, waren die Logen von den Templer-Graden dominiert, die in Amerika nicht nur antimonarchisch waren, sondern eine völlig eigene Philosophie einsetzen. Als der Unabhängigkeitskrieg zuende war, lösten sich die Logen von der Londoner Großloge und gründeten die autonome Amerikanische Großloge - schottische Grade dominieren. Zwei Formen der Freimaurerei werden ausgeübt: (1) York Rite (Version des englischen York Ritus mit 10 Graden, oben ist ein Templer-Grad), (2) Schottischer Ritus (33 Grade, viele Templer-Grade) --- die St. Andrews Lodge in Boston hatte ebenso ein Templer-System (1762). Die ersten 3 blauen Grade der Templer wurden Jahrhunderte zuvor von den Assassinen (Sekte in Persien) praktiziert - Templer hatten Kontakt zu den Assassinen während der Kreuzzüge.

  • Ein Zentrum schottischer Freimaurerei auf dem europäischen Festland war Deutschland, wo eine kleine Gruppe von Prinzen die Templer-Freimaurerei pflegte. Im 18. Jahrhundert wurde die "Strikte Observanz" gegründet. Die Mitglieder gingen zuerst durch die blauen Grade (dominante Form in Deutschland). Zweitgrößtes Zentrum der "Strikten Observanz" war Frankreich. Bereits bestehende Freimaurer-Logen gingen auf in der "Strikten Observanz" (1764), Baron von Hund war 1766 Großmeister. Frankreich unterstützte die Jacobiner gegen die Hannoveraner (Preußisch/Französisches Abkommen). Preußen vermietete zu hohen Preisen Soldaten an England. Am meisten profitierte Hessen von der Vermietung von Soldaten an England - insbesondere durch den Unabhängigkeitskrieg in Amerika (21 Millionen Taler). Ebenso profitierte das Haus Brunswick (Lüneburg). Der in Schottland geborene Stuart-König Charles I. vermietete Soldaten zu einem günstigen Preis. Die Kriege verschlangen viel Geld und erhöhten die Schuldenlast, die finanziert wurde vom neuen Finanzsystem mit Kredit-Geld (bezüglich Vermietung von Soldaten siehe das Buch von Fritz Streitberger: Ein feuriger Rebell: Die Lebensgeschichte des Christian Friedrich Daniel Schubart). Für die Rückzahlung der Kredite haftete natürlich auch der normale Bürger, dessen Lebensqualität durch eine immer höhere Steuerlast bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten und eine zunehmende Erschwernis der Arbeits- und Einkommensbedingungen stetig sank. Zum Lohn durften die Bürger dann auch noch ihre Söhne für die Kriege hergeben. Immer mehr königliche Mitglieder von Hessen und Brunswick wurden Freimaurer der "Strikten Observanz". Prinz Karl wurde Oberhaupt aller deutschen Freimaurer Logen. Ein geheimes Freimaurer-Oberhaupt , das zwischen allen Parteien vermittelte und seine Intrigen spann, war der Graf von St. Germain (geboren vermutlich in Transsilvanien - Verbindung zum Haus Hessen: Franz II. heiratete 1694 Charlotte Amalie von Hessen-Kassel; eins ihrer Kinder, so wird vermutet, war Leopold George, der St. Germain sein soll). Obwohl offiziell am 27. Februar 1784 gestorben, erscheint St. Germain in den folgenden Jahrhunderten immer wieder mal, zuletzt bezeugt 1930. St. Germain war einer der bedeutendsten Agenten der Bruderschaft im 18. Jahrhundert. St. Germain soll aufgewachsen sein bei der letzten der mächtigen Medici-Familie in Italien. St. Germain und Friedrich der Große (Preußen) organisierten die Heirat von Katharina Prinzessin von Anhalt-Zerbst mit Zar Peter III. Damit war die Clique von deutschen adligen Familien auch in Russland etabliert.

  • Frankreich. 1773: Gründung der Grand Orient de France (GOdF), eine der ältesten Großlogen Europas, Sitz in Paris. Allein dieser Dachverband umfasst im Jahr 2014 ca. 1200 arbeitende Freimaurerlogen mit insgesamt über 47.000 Mitgliedern.
    1776. Als Benjamin Franklin, Kind puritanischer Eltern, geboren 1706 in Boston (USA), 1776 in Frankreich war, um für "die amerikanische Sache" zu werben, schuf er den Gedanken von der "virtuous Revolution". Er konnte die Menschen in Frankreich dafür gewinnen, gewaltsame Revolutionen als fortschrittlich zu bewerten. Revolution gegen Tyrannei sei die heiligste aller Pflichten. 1778 wurde ein Freundschaftsvertrag zwischen den Nordamerikanern und Frankreich geschlossen. Das Eingreifen Frankreichs in den Unabhängigkeitskrieg trug wesentlich zum Sieg über England bei (Friedensvertrag 1782 in Paris). Der Amerikanischen Revolution folgten weitere blutige Revolutionen und politische Umstürze in der westlichen Welt und Südamerika. In all diesen Revolutionen findet man Freimaurer an der Spitze. Auch während der Französischen Revolution (1789) gab es eine Art "Schlüssel-Rebellen": Duke von Orleans, Großmeister der Französischen Freimaurerei. Der Marquis de la Fayette, eingeführt in die Freimaurerei von George Washington, spielte ebenfalls eine wichtige Rolle in der Französischen Revolution. Der Jacobiner-Club, der radikale Zweig der Französischen Revolution, wurde gegründet von bekannten Freimaurern. Abbé Sieyès, André Chenier (Pariser Loge "Les Neuf Sœurs"), Camille Desmoulins und viele andere "Girondisten" waren ebenso Freimaurer.
    Die ab dem späten 18. Jahrhundert wütenden Kriege, Revolutionen und Umstürze in allen bedeutenden Staaten Europas lassen sich auf die Französische Revolution zurückführen.
    2012: Jean-Luc Mèlenchon, Kandidat der extremen Linken, ist Mitglied im GOdF; Corinne Lepaqge von den Grünen, gehört der Frauen-Großloge an. Weitere Freimaurer im Kabinett Sarkozy sind u.a. François Baroin (Wirtschaftsminister), Xavier Bertrand (Arbeitsminister), Gérard Longuet (Verteidigungsminister), Claude Guéant (Innenminister), Michel Mercier (Justizminister), David Douillet (Sportminister), Patrick Ollier (Minister für die Beziehungen zum Parlament), Henri de Raincourt (Minister für internationale Zusammenarbeit), Luc Chatel (Bildungsminister). Viele Minister stehen der geheimnisvollen CIU, Cercle interuniversitaire (Interuniversitärer Zirkel) nah, hinter der sich eine freimaurerische Superloge verbergen soll: Confraternité initiatique universelle (Universalen Initiastische Bruderschaft). Sarkozy ist eng mit Alain Bauer verbunden (Alain Bauer war Großmeister des GOdF). Auf der Führungsebene der Polizei sind alle Freimaurer.
    In der Mannschaft von François Hollande zählen 10 Mitglieder zu den Freimaurern, einschließlich Jean-Pierre Bel, Michel Sapin und Jean-Yves Le Drian, Gérard Collomb, Manuel Valls.
    Der "Front National" (FN), angeführt von Marine Le Pen, scheint bis auf Gilbert Collard nicht von den "Brüdern" umzingelt zu sein. Und so dürfte auch klar sein, dass Marine Le Pen keine realistischen Chancen haben wird, Staatspräsidentin zu werden. Der sogenannte "Tiefe Staat" wird dafür sorgen, dass Le Pen entmachtet wird.

  • Freimaurer waren auch die Anführer der Dezember-Revolution in Russland 1825 (vgl. Dekabristen, russische Geheimbündler - viele waren Freimaurer, die Führer ausnahmslos, vor allem Pawel Pestel; auch: Freimaurerei in Russland). Ebenso in Lateinamerika war die Befreiung vom spanischen Joch der Arbeit von Freimaurern zu verdanken. Simon Bolivar war einer der aktivsten Freimaurer, außerdem San Martin, Mitre, Alvear, Sarmiento, Benito Jaarez. Der Ungar Lajos Kossuth war Freimaurer (Anführer der Ungarischen Unabhängigkeitserhebung gegen Österreich; ab 1852 Freimaurer in der englischen Cincinnati Lodge No. 133), ebenso die Italiener Giuseppe Mazzini und Guiseppe Garibaldi (33. Grad und Großmeister in Italien, sorgte dafür, dass Victor Emmanuel auf den Thron kam). Die italienischen Einigungskriege hinterließen zwei wichtige Phänomene: (1) das vereinigte Italien, (2) die Mafia. Die Mafia war anfangs ein loser Geheimbund gegründet in Sizilien Mitte des 18. Jahrhunderts, zunächst aktiv als Widerstandsgruppe gegen die ausländischen Herrscher, welche Sizilien kontrollierten. Die ersten Mafiosi waren bekannt als Helden. Die Mafia gründete eine Untergrundregierung in Sizilien und half Garibaldi, als er in Sizilien 1860 intervenierte und sich zum Diktator der Insel erklärte. Die Mafia wurde ein kriminelles Netzwerk nachdem die ausländischen Herrscher entfernt waren und Italien vereint war.
  • Das Haus Hessen-Kassel verlor nur während der Zeit unter Napoleon an Macht, konnte aber nach der gewonnenen Völkerschlacht gegen Napoleon von 1813 ihre Stellung wieder einnehmen und blieb einflussreich bis ins 20. Jahrhundert.
    Während der Zeit unter Wilhelm IX. (Landgraf von Hessen-Kassel; ab 1803 als Wilhelm I. Kurfürst) stieg die  Finanzdynastie der Rothschilds auf. Mayer Amschel Rothschild war einer der Finanzagenten von Wilhelm IX. Er gründete eins der einflussreichsten Bankhäuser Europas. Wilhelm IX. vermietete Soldaten nach England und Rothschild verlieh Geld an England. Rothschilds waren auf einer Freimaurer-Mitgliederliste von 1811. Um Freimaurer für Juden akzeptabel zu machen, wurden einige Rituale geändert - es entstanden spezielle jüdische Freimaurerlogen, wie z.B. die Melchizedekloge.

  • Karl Marx (*1818 in Trier; †1883 in London, bürgerlicher Rechtsanwalt, einflussreichster Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus) fand in seinem Freund Friedrich Engels (wohlhabender Industrieller) seinen Co-Autor für das Kommunistische Manifest. Karl Marx war als junger Mann Sprecher der deutsch-französischen Organisation "Bund der Gerechten", der Vorläufer und Keimzelle aller späteren sozialistischen und kommunistischen Parteien in der Welt war. Der "Bund der Gerechten" (ab 1847 "Bund der Kommunisten"), angeführt von Karl Schapper, lässt sich direkt auf den ersten deutschen Theoretiker des Kommunismus Wilhelm Weitling in Paris und indirekt auf Louis-Auguste Blanqui zurückführen. Blanqui gehörte zu einem Netzwerk französischer geheimer Gesellschaften, die fast alle ihre Wurzel in der alten Bruderschaft haben - siehe  Neue Weltordnung. Diese Gesellschaften planten und organisierten zahlreiche Aufstände und Revolutionen, so z.B die 1830er Revolution in Frankreich. Blanqui war ebenso Unterstützer von Louis-Philippe, dem letzten König Frankreichs (1830-1848 "König der Franzosen"). Blanqui war für den "Bund der Gerechten" die Inspiration für die Rebellion in Paris 1839, als auch für die revolutionäre Pariser Commune im Jahr 1871.
    Die meisten Konflikte zwischen Kommunismus vs. Kapitalismus wurden kreiert von den gleichen Leuten im gleichen Netzwerk der geheimen Bruderschaft-Organisationen (Illuminati, Freimaurer etc.).
    Frankfurter Schule: Herbert Marcuse (Repressive Toleranz, 1965) - und mit ihm die Frankfurter Schule (siehe Institut für Soziaforschung in Frankfurt/Main) - gilt als Wegbereiter der politischen Korrektheit. Der Begriff, abgeleitet aus der Marxistischen Theorie, wurde zum kulturrevolutionären Instrument im Kampf gegen die westliche Kultur.
    Die politische Korrektheit toleriert alles, was von links kommt und boykottiert bzw. bekämpft alles, was von rechts kommt. In Verbindung mit der Psychiatrie werden Andersdenkende pathologisiert. Die Politische Korrektheit wurde im Sinne der neoliberalen Globalisierungsbefürworter Mainstream.
    Unterstützend dabei ist der ebenfalls vom kommunistischen Lager ideologisierte Begriff Rassist. Der von Leon Trotzki auf die rückständigen Gegner des Kommunismus angewandte Begriff erlaubte es, jeden als Rassisten zu bezeichnen, der den Marxismus ablehnte. Trotzkis Rassismus-Vorwurf richtete sich insbesondere gegen die ewig gestrigen Traditionalisten (Slawophilismus, der Messianismus der Rückständigkeit). Heute wird das Schlagwort Rassist inflationär gegen jeden benutzt, der nicht der vorgegebenen politisch-korrekten Linie entspricht (wie z.B. bei dem 2015 eskalierten Streit um die Aufnahmebegrenzung von Flüchtlingen).
    Fabian Society und das Institut für Sozialforschung: Die Fabian Society wurde 1884 in London vom radikaleren linken Flügel der freimaurerischen Ur-Loge Thomas Paine gegründet. Die Fabian Society gilt als "fortschrittlich" und "sozialdemokratisch inspiriert". Zu ihren frühen Mitgliedern gehört u.a. Annie Besant (Droit Humain, Theosophical Society).
    Mit der Fabian Society sind das Institut für Sozialforschung in Frankfurt/Main (IfS, siehe "Frankfurter Schule") und das Institut für Sozialforschung in Hamburg (HIS, gegründet 1984 von Jan Philipp Reemtsma) verbunden. Mit der "Frankfurter Schule" ist auch die London School of Economics (LSE) verbunden, deren Direktor Lord William Beveridge (der auch das "Entnazifizierungs-" und Umerziehungslager Wilton Park leitete) ihre Umsiedlung in den 1930er Jahren in die USA finanzierte. 1949 zog das IfS wieder nach Frankfurt. Ab den 1950er Jahren war die Frankfurter Schule vollständig in den Kulturkampf des Kongresses für Kulturelle Freiheit (CCF) integriert ("68er"). Der CCF war mit dem US-Auslandsgeheimdienst verbunden. Sein operatives Zentrum war Paris und sein Presseorgan war die Zeitschrift "Preuves", die von dem Soziologen Raymond Aron geleitet wurde. "Kongress-Zeitschriften" gab es in allen west-europäischen Ländern, als auch in Afrika, Lateinamerika und in einigen arabischen Ländern. Auf die "Frankfurter Schule", explizit auf Theodor W. Adorno (richtiger Name: Theodor Ludwig Wiesengrund) und Max Horkheimer, berufen sich auch die "Antideutschen" (ab 1989, linksextremer Flügel der Antifa mit extremer Auslegung des Begriffes "Antisemitismus"), die auf die Abschaffung der Nationalstaaten, insbesondere Deutschlands, hinarbeiten (das französische Pendant zur Antifa ist die Gruppe Vivre Sans Peur).

  • In der Englisch sprechenden Welt erhielt das organisierte System der Zentralbanken bedeutenden Einfluss in der Politik durch den  "Round Table", gegründet von Cecil Rhodes (1853-1902). Eigentlich wollte der weitblickende Rhodes (von dem der Name Rhodesien, heute Simbabwe, in Afrika abgeleitet ist) eine Gruppe gründen, die sich dafür einsetzt, dass es keine großen Kriege gibt, die die Menschheit vernichten könnten. Deshalb entwarf er das Konzept von der "Einen-Welt-Regierung", angeführt von Großbritannien. Er wollte Englisch als universelle Sprache und das Ende der Nationalstaaten. Rhodes träumte davon, dass sich alle Menschen als Teil einer gemeinsamen Gesellschaft sehen. Parallel zum Round Table gründete Rhodes das berühmte "Rhodes Scholarship", ein Programm, welches heute noch existiert. Lord Kitchener, ein britischer Offizier unter Cecil Rhodes in Südafrika, erschuf die ersten Konzentrationslager während des Boer-Krieges. Im Jahr 1900 waren über 117.000 Boers in ca. 46 Lagern. Die Lager-Bedingungen waren äußerst inhuman. 18.000-26.000 Menschen starben in den Lagern - hauptsächlich an Krankheiten.
    Nach dem Tod von Cecil Rhodes 1902 erhielt der Round Table verstärkte Unterstützung von Mitgliedern internationaler Banken. Sie sahen im Round Table einen Weg, mehr Einfluss über die Regierungen im British Commonwealth und anderswo zu erhalten. Ab 1925 waren die wichtigsten Unterstützer wohlhabende Einzelpersonen, Stiftungen und Unternehmen, die mit den internationalen Banken verwoben waren, inkl. der Carnegie United Kingdom Trust sowie solchen Organisationen, die mit J.P. Morgan und den Rockefeller- und Whitney-Familien verbunden waren.
    Nach dem 1. Weltkrieg (1914-1918) expandierte der Round Table. Mehrere Untergruppen wurden gegründet, so. z.B. das Royal Institute of International Affairs (GB) und in den USA der Council on Foreign Relations (CFR). Einige Top-Leute und mehr als 70 Personen der Reagan-Administration (Ronald Reagan war Präsident der USA von 1981-89) gehörten dem CFR an. Vorsitzender des CFR war über viele Jahre David Rockefeller. Eine weitere Organisation, die aus dem Round Table hervorgegangen ist, ist das Institute for Advanced Study (IAS) in Princeton (New Jersey, USA). Das IAS unterstützte die Forschung an der ersten Atombombe.
    Das System der Zentralbanken hatte sich spätestens ab Ende des 1. Weltkriegs zum internationalen Bankennetzwerk entwickelt und nimmt seitdem maßgeblich Einfluss auf die internationale Politik.
    100 Jahre nach dem Beginn des 1. Weltkrieges spitzt sich die Entwicklung hin zu einer Weltregierung, wie einst von Cecil Rhodes erdacht worden war, immer weiter zu. Nicht auszuschließen ist, dass am Ende dieses Prozesses auch eine neue Weltreligion steht.

  • Deutschland ab Ende des 19. Jahrhunderts: Spirituelle, mystische Bewegungen gründen sich und beeinflussen die Politik im Kaiserreich sowie die Nazi-Bewegung unter Adolf Hitler (theosophische Gesellschaft, Deutschtumsbewegung, Deutscher Mystizismus etc.).
    Wie wir aus dem Buch von Gioele Magaldi erfahren (Massoni. Società a responsabilità illimitata. La scoperta delle Ur-Lodges, 2014) wurden auch folgende noch heute bedeutende freimaurerische "Ur-Logen" gegründet, wie z.B. Parsifal (gegründet 1862; konservativ/reaktionär/oligarchisch), Valhalla (gegründet 1871; konservativ/reaktionär/oligarchisch) und Der Ring (gegründet 1881; konservativ/reaktionär/oligarchisch).

  • Freimaurer in Italien - Ab dem Risorgimento bis 2014
    Neben dem Geheimbund der Carbonari haben die Freimaurer die Hauptrolle in der politischen und sozialen Bewegung des Risorgimento ("Wiedererstehung") gespielt, die im Jahr 1861 den unabhängigen italienischen Nationalstaat durchsetzte. Die herausragenden Persönlichkeiten auf dem Weg hin zum Nationalstaat waren der Freiheitskämpfer und Revolutionär Giuseppe Garibaldi (1861/62 Großmeister des ein Jahr zuvor wiedergegründeten G.O.I. und Einweihung in den 33. Grad der schottischen Maurerei, 1881 Groß-Hierophant des Memphis-Misraim-Ritus des irregulären Hochgradsystems), der Intellektuelle Giuseppe Mazzini (Gründer der demokratischen Partei "Junges Italien", Mitglied der Garibaldischen Legion, inspirierte den Garibaldischen "Zug der Tausend" nach Marsala, Mitbegründer des republikanischen Comitate Europeo in London; er regierte die römische Republik im Triumvirat von 1849), der Freiheitskämpfer und Stratege Nino Bixio (Generalleutnant; mit Garibaldi arbeitete Bixio an der Vereinigung der italienischen Freimaurerei; eine Loge ist nach ihm benannt) und der Staatsmann Camillo Benso von Cavour (Schöpfer der italienischen Verfassung; verwirklichte als Ministerpräsident die Einheit Italiens; er verachtete die Kirche und förderte die Freimaurerei, obwohl er selbst kein Freimaurer war; durch ihn wurde Italien ein Freimaurerstaat). Goffredo Mameli komponierte 1847, als der König von Piemont gegen Österreich Krieg führte, die immer noch gültige Nationalhymne "Fratelli d’Italia" ("Fratelli d’Italia" nannten sich Italiens Freimaurer; im Grunde ein antiösterreichisches Kampflied und nie gesetzlich zur Staatshymne erhoben). Aktuell wird Italien aufgefordert, als Zeichen der Völkerverständigung sich eine neue, nicht ein Nachbarland beleidigende Hymne zuzulegen.

    Mario Borghezio (Lega Nord, EU-Parlament) ist der Meinung, dass das Risorgimento eine vom Ausland geleitete Bewegung war, gelenkt von den britischen Freimaurern. Wie das Magazin für Kirche und Kultur "Katholisches" 2009 schrieb, wurde z.B. Garibaldis "Zug der Tausend" von der Britischen Freimaurerei mit drei Millionen Franken finanziert und überwacht. Dabei lag das Interesse vor allem in der Zerschlagung des Kirchenstaates und der Schwächung der katholischen Kirche.

    Die Umsturzversuche 1969, 1970 und 1974 gehen lt. Magaldi (Massoni. Società a responsabilità illimitata. La scoperta delle Ur-Lodges) auf die Initiative der neoaristokratischen Höchstgradlogen, allen voran den Three Eyes, zurück. Die Umwandlung Italiens in eine Diktatur sollte an den gelungenen Staatsstreich 1967 in Griechenland anknüpfen (Obristen-Diktatur). Zunächst wollte man mit Anzettelung terroristischer Unruhen die italienische Regierung provozieren, den Notstand auszurufen. Dann sollte sich Junio Valerio Borghese (Mitglied bei Three Eyes) an die Macht putschen. Nachdem im Dezember 1969 ein erster Staatsstreich gescheitert war, versuchten die Leute um Borghese in der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 1970 den Präsidentenpalast zu besetzen und den Staatspräsidenten zu verhaften. Von oberster Stelle kam dann aber der Befehl, die Aktion "Operation Borghese" abzubrechen. Der Putsch scheiterte, weil die Freimaurer des fortschrittlichen Bereichs (allen voran Maurer der Thomas Paine) entschlossen und schnell einschritten. Ein weiterer Staatsstreich war für den 15. August 1974 geplant. Diesmal sollte der Politiker und Botschafter Edgardo Sogno (Mitglied der "Three Eyes") gewaltsam an die Macht befördert werden. Laut Magaldi wurde der Plan u.a. von Henry Kissinger (Außenminister der USA) entworfen und gebilligt. Doch auch diese Operation scheiterte. Diesmal sandte das damals faktische Oberhaupt der gesamten "fortschrittlichen" Freimaurerei, Arthur Schlesinger, den neoaristokratischen Freimaurern ein Zeichen und eine Warnung: Schlesinger sorgte dafür, dass die von seiner Logenfraktion auf den Weg gebrachte "Nelkenrevolution" in Portugal zum Sturz des von den oligarchischen Ur-Logen gestützten Diktator Antonio Salazar am 25. April 1974 führte.

    Die größte Freimaurerloge in Italien ist die Grande Oriente d’Italia (G.O.I.) mit rund 23.000 Mitgliedern, organisiert in über 800 Logen (Stand 2014). Es folgen die nach der Abspaltung vom G.O.I. ab 1910 bestehende Gran Loggia d´Italia (GLDI) mit 7000 Mitgliedern (in 400 Logen) und die seit 1993 bestehenden Gran Loggia Regolare d´Italia (GLRI) mit 3600 Mitgliedern in 220 Logen.
    Während der Zeit des Faschismus (1922 bis 1943) war die Freimaurerei verboten (1925 wurden per Gesetz beide Großlogen aufgelöst). Doch schon mit der Befreiung Roms durch die Alliierten 1944 und schließlich mit der Vertreibung der Nazis aus Norditalien 1945 lebte die Freimaurerei wieder auf. Die GLDI nahm eine prokatholische Position ein, während der GOI traditionell antiklerikal blieb und Faschisten und Kommunisten aufnahm.
    In den 1970er Jahren kam es zum Skandal um die bereits 1877 vom Großmeister Guiseppe Mazzoni gegründete Loge "Propaganda Massonica Nr. 2" (P2).
    Einer der mächtigsten Männer Italiens war der Freimaurer Licio Gelli (* 1919; † 2015, Meister vom Stuhl der Loge P2 bis zu deren Ausschluss aus der Freimaurerei 1976). Licio Gelli war außerdem Mitglied im Malterserorden, im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem und im Christusorden (dem portugiesischen Nachfolger des Templerordens). Er arbeitete für Mussolini, Franco, Hermann Göring und die CIA (siehe Projekt Gladio).
    Die P2 (Propaganda Due) wurde 1981 als politische Geheimorganisation eingestuft, die angeblich das Konzept zur Machtübernahme verfolgte, woraufhin eine antimasonische Kampagne geführt wurde und die P2 1982 verboten und aufgelöst wurde. Nachdem unter Cossiga die Freimaurerei Sympathien gewann, folgte 1992 eine erneute antimasonische Kampagne, woraufhin 1993 die Gran Loggia Regolare d´Italia (GLRI) gegründet wurde, doch ihre Bedeutung ließ bald nach.
    Aus: Massoni. Società a responsabilità illimitata. La scoperta delle Ur-Lodges, Gioele Magaldi, 2014.

  • Glasnost und Perstroika - Die Auflösung des Sowjetkommunismus. 1981 verabschiedeten die ansonsten miteinander konkurrierenden Freimaurerlogen einen auf 20 Jahre angelegten Pakt, den sie "United Freemasons for Globalization" nannten. Mit vereinter Kraft wollte man nun die "Eine Welt" Globalisierungsagenda angehen, wozu die Angleichung der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnisse auf dem ganzen Globus gehört. Dem stand der Sowjetkommunismus im Wege. In Punkt (2) des 12-Punkte-Vertrags "United Freemasons for Globalization" hieß es dann sinngemäß, dass die Liquidierung des Sowjetkommunismus, i.e. der Abbau der UdSSR, beschleunigt werden solle. Als Propagandawerkzeuge sollten (a) der Afghanistankrieg (hierdurch wurde die Sowjetunion an mehreren Fronten geschwächt) mit überspitzter Islamisierung (islamistischer Terror durch Mudschahedin; mehrere Mudschahedin-Anführer wurden in einige sog. Ur-Logen aufgenommen; Osama bin Laden z.B. wurde in die Loge Three Eyes aufgenommen) und (b) Papst Karol Wojtyla (Freiheit = Religionsfreiheit) dienen. In Osteuropa sollte in Polen die erst kürzlich gegründete Gewerkschaft Solidarnosc (1980) zur Zersetzung des Warschauer Paktes mit seinen antidemokratischen und antiliberalen Begleiterscheinungen genutzt werden - Freiheit, politische Freiheit und Religionsfreiheit (insbesondere die katholische) werden in der Argumentation als untrennbare Bestandteile gegen die russisch-kommunistische Unterdrückung eingefordert.
    Im Innern der UdSSR wollte man schnellstmöglich den Abgang alter Genossen aus der Höchstgradloge Joseph de Maistre. Dazu zählten insbesondere Breschnew, Suslow, Andropow, Tschernenko und Gromyko. Dies erledigte sich bis 1988 auf natürlichem Weg.
    Anmerkung: Punkt (4) des Freimaurer-Paktes sah übrigens die Wiedervereinigung Deutschlands vor.
    Von den vereinten Freimaurern wurde nun Michail Gorbatschow, Mitglied in der Höchstgradloge Golden Eurasia, begünstigt (Golden Eurasia vertreten einen Sozialismus mit "menschlichem Antlitz"). Er galt als ehrgeizig und interessiert an Kontakten zu den westlichen Logenbrüdern, die schon bereitstanden.
    1985 übernahm Michail Gorbatschow (* 1931) die Führung der Sowjetunion. Unter dem Schlagwort "Perestrojka" (Umbau) leitete er Reformen ein, die das System nicht abschaffen, aber effizienter machen sollten. Mit Hilfe des Höchstgradmaurers Armand Hammer (Mitglied in der antisowjetischen Loge Lux ad Orientem) wurde der Aufstieg weiterer liberaler, fortschrittlicher Reformer der Golden Eurasia, wie z.B. Edward Schewardnadse, organisiert.
    Die Bewegung, die Gorbatschow in Gang setzte, gewann an Eigendynamik. Während die sog. fortschrittlich-demokratischen Logen bei dem eingeleiteten Demokratisierungsprozess auch eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen im Land voranbringen wollten, schwebte den geldmächtigen freimaurerischen Oligarchen ausschließlich die Aneignung der staatlichen Wirtschaft vor. Und es war Gorbatschow, der (bewusst oder unbewusst) einem wilden und ruinösen Neoliberalismus den Weg ebnete. Innerhalb kurzer Zeit waren die berüchtigten "russischen Oligarchen" - im Verbund mit ausländischen Unternehmern und Spekulanten - Besitzer der vormals staatlichen Industrie- und Handelsunternehmen. Das Volk hatte davon nichts.
    Im Januar 1992 verfügte schließlich Gorbatschows Nachfolger, Boris Jelzin (Mitglied in der Loge Lux ad Orientem), die Freigabe der Inlandspreise, des Außenhandels und der Währung. Jelzin wurde in der ersten Phase von dem Freimaurer Jeffrey David Sachs (neoliberalistischer Harvard-Ökonom) beraten und er vertraute auf seinen Vizepräsidenten und Logenbruder Jegor Gajdar. Mit den nun folgenden neoliberalen Reformen wurde das Machtmonopol der KPdSU endgültig hinweggefegt und gleichzeitig die breite Masse des russischen Volkes in bittere Armut gestoßen. Erst ab 2004 konnte Wladimir Putin (Golden Eurasia) dieser ruinösen Entwicklung Schritt für Schritt ein Ende setzen. Wenngleich er das Oligarchentum weitgehend unter Kontrolle und die russische Wirtschaft voran bringen konnte - auf eine gleiche Verteilung des Wohlstands und der Chancen wurde nur wenig Rücksicht genommen. Im Jahr 2016 leben nach offiziellen Zahlen (Rosstat) rund 15% der Russen (fast ein Siebtel) in Armut, d.h. rund 20 Millionen Menschen haben weniger als den Mindestertrag von 10.017 Rubel (147 US-$). Die effektive Armutsquote dürfte aber weit höher als die offizielle Zahl sein. Zum Vergleich Deutschland: Trotz guter Wirtschafts- und Beschäftigungslage liegt die Armutsquote in Deutschland seit Jahren um die 15% (2005: 14,7%; 2015: 15,7%). Arm ist in Deutschland, wer über weniger als 60% des mittleren Einkommens verfügt. Die Armutsschwelle lag 2015 bei 917 Euro für einen Single-Haushalt.
    Aus: Massoni. Società a responsabilità illimitata. La scoperta delle Ur-Lodges, Gioele Magaldi, 2014.